Energieausweis für Nichtwohngebäude

Rathaus im Ruhrgebiet

Seit dem 01.07.2009 ist der Energieausweis für Nichtwohngebäude gesetzlich vorgeschrieben. Bei anstehendem Nutzerwechsel (Vermietung, Verpachtung, Verkauf etc.) hat der Interessent das Recht, den Energieausweis des Gebäudes einzusehen.
Bei öffentlichen Gebäude mit einer Nutzfläche von mehr als 1.000 m²kommt die Verpflichtung hinzu den Energieausweis an gut sichtbarer Stelle auszuhängen.

Als Interessent einer Immobilie sollt man auf die Einsicht nicht verzichten, denn die Höhe der Betriebskosten hängt wesentlich von der energetischen Qualität eines Gebäudes ab. Im Energieausweis für Nichtwohngebäude muss der Energieverbrauch für Beheizung, Warmwasser, Kühlung, Lüftung und Beleuchtung mit berücksichtigt werden. Somit schafft der Energieausweis eine Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Objekten.

Der Energieausweis kann auf zwei Arten erstellt werden:

1.) auf Basis der Verbrauchswerte der letzten drei Jahre
oder
2.) auf Baisis des Energiebedarfs (berechneter Wert)

 

Energieausweise auf Basis des Energieverbrauchs

Erstellung nach dem witterungsbereinigten Energieverbrauch. Der Flächenbezug ist die Gebäudenutzfläche. Zur Ermittlung der Verbrauchswerte werden die letzten drei Verbrauchsperioden herangezogen.

Vorteile von "Verbrauchsausweisen"

Industriegebäude im Rheinland

  • Kostengünstige und schnelle Erstellung der Energieausweise
  • Gute Korrelation mit den tatsächlichen Verbrauchswerten
  • Einfaches Benchmarking zur Erkennung grundsätzlicher Einsparpotentiale gegenüber anderen Gebäuden gleicher Nutzung
 

Energieausweise auf Basis des Energiebedarfs

Der Energiebedarf wird durch ein standardisiertes Berechnungsverfahren gemäß EnEV ermittelt. Die einzelnen Bestandteile der Gebäudehülle (Wände, Decken, Fenster, Türen, Dachflächen etc.) und der Heiztechnik (Kessel, Speicher, Rohrleitungen, Pumpen etc.) werden differenziert erfasst und bewertet.

Vorteile von "Bedarfsausweisen"

Realschule (Neubau)

  • Gebäudebewertung unabhängig vom Einfluss des Nutzers
  • Dezidierte Analyse der einzelnen Komponenten des Gebäudes
  • Gute Erkennung von Schwachstellen und Ableitung von Maßnahmen zur energetischen Optimierung (Energieberatung)
  • Gute Anwendbarkeit auch bei fehlenden Energieabrechnungen oder nach energetischen Sanierungen
 

Weiterführende Seiten

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