Blower-Door: Voraussetzungen
Das Gebäude sollte sich weitgehend in einem Zustand befinden, der dem späteren bewohnten Zustand entspricht. Alle die Dichtigkeit beeinflussenden Bauteile müssen eingebaut bzw. angebracht sein. Dies gilt auch für das Vorhandensein aller Funktionsöffnungen und Durchbrüche für die Elektro-, Sanitär-, und Lüftungsinstallationen sowie natürlich der Außenfenster und -türen. Damit aufgespürte Leckagen noch abgedichtet werden können, sollte die Luftdichtungsebene noch zugänglich sein. |
Zur Prüfung an Gebäuden mit hohen Innenwänden sollten Leitern bzw. Gerüste bereitstehen. Die Innenausbauarbeiten müssen für den Zeitraum der Messung unterbrochen werden, damit der Test durch Handwerksarbeiten, zugestellte Bereiche oder Werkzeuge sowie unkontrolliertes Fenster- und Türenöffnen nicht behindert wird. Die beteiligten Handwerker sollen zuvor über den Ablauf und die Bedingungen des Drucktests informiert werden. |
Bauliche Voraussetzungen
- Die massiven Außenwände sind innenseitig verputzt.
- Alle Fenster (auch im Dachbereich) und Außentüren sind eingebaut, alle Bauteildurchbrüche (von elektrischen Leitungen, Lüftungskanälen etc.) sind abgedichtet bzw. abgeklebt.
- Die Luftdichtungsschicht im Leichtbaubereich ist vollständig angebracht.
- Abgaswege, Sanitär- und Lüftungsöffnungen sind vorübergehend abgedichtet oder verschlossen, ebenso Innentüren zu Heizräumen mit raumluftabhängigen Heizanlagen.
- Dauerhaft luftdichte Anschlüsse zwischen verschiedenen Bauteilen sind hergestellt (Fensteranschluss sowie Übergänge zwischen Leichtbau- und Massivbaubereichen).
- Alle Stellen, an denen erfahrungsgemäß Leckagen auftreten, sollen noch zugänglich sein. D.h. vor allem, dass die raumseitigen Verkleidungen im Leichtbaubereich noch nicht eingebaut sein dürfen.
- Ein Stromanschluss (230/400 V) wird für die Prüfgeräte benötigt.
Nach Feststellung der Schwachpunkte (Leckagestellen) können während der Prüfung geringfügige Nachbesserungen durch Fachkräfte vorgenommen werden. (z.B. durch sofortiges Abkleben von Fugen oder Abdichten von Wanddurchbrüchen o.ä.). |
Aufwendigere nachträgliche Nachbesserungen machen die Durchführung eines weiteren Drucktests zu einem späteren Termin erforderlich. Auf jeden Fall sollte ein verantwortlicher Ansprechpartner, der Bauleiter, Architekt o.ä. den Test begleiten. |
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